Google Chrome ist ab heute
Ad-Blocker

Alles eine Strategie oder doch ein gut gemeintes Feature?

 

Donnerstag, der 15. Februar 2018|Software|

Riesige Werbe Pop-Ups können nerven

Riesige Werbe Pop-Ups können nerven

Riesige Werbe Pop-Ups mit winzigen oder gar versteckten Schließfunktionen oder automatisch startende Werbevideos: Werbemaßnahmen die auf wenig Gegenliebe stoßen. Genau diese Art der Werbung wird ab dem 15.02.2018 von Google Chrome blockiert. Der Browser, der laut Statista mit 60% der meistgenutzte Browser weltweit ist, prüft ob die Anzeige gegen die Better-Ads-Standards verstößt und gleicht das URL-Muster mit den Filterregeln der EasyList ab: Sobald diese übereinstimmen wird der Nutzer die Werbeanzeige nicht mehr sehen.

Innovation trotz führender Macht im Online-Werbegeschäft
„Dass ausgerechnet Google einen solchen Filter in seine Browser einbaut, mag verwundern. Und tatsächlich ziehen wir keinerlei Nutzen“ erklärt Michael Todd, Google Manager. Auf lange Zeit gesehen werden etliche Nutzer auf andere Adblocker (2017 waren auf 615 Millionen Geräten Adblocker installiert) verzichten, da der Chrome-Browser mit der integrierten Funktion bereits störende Werbung filtert und blockiert.

Der Nutzer wird bei jedem Blockieren benachrichtigt, so dass er eigenständig entscheiden kann, ob er die geblockte Werbung doch freigeben und anschauen möchte.

Wer entscheidet ob eine Anzeige gegen die Better-Ads-Standards verstößt?
Die Better-Ads-Standards wurden von der Coalition for Better Ads ins Leben gerufen, zu der Google, Facebook, Microsoft, Unilever und der Axel-Springer-Verlag gehören. Im Herbst 2017 wurde beschlossen, dass Browserhersteller nicht alleine entscheiden dürfen, welche Form der Werbung gesperrt wird. Nick Nguyen von Mozilla äußerte sich daher über Googles Feature: „Google Chrome blockiert nur besonders störende Anzeigen, tut jedoch nichts gegen unsichtbare Tracker oder Tracking-Anzeigen, die den Standards der ‚Better Ads Coalition‘ entsprechen, in der Facebook und Google wichtige Partner sind.“

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Quelle: heise.de