Zwei Jahre DSGVO – Unsicherheiten mit Konsequenzen

Die DSGVO ist seit zwei jahren veröffentlicht

 

Donnerstag, der 04. Juni 2020|Datenschutz, Informationssicherheit|

Zwei Jahre DSGVO – Unsicherheiten mit Konsequenzen

Die DSGVO wird zwei Jahre alt
Die DSGVO wird zwei Jahre alt

Zwei Jahre sind vergangen, seitdem die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten ist. Durch die DSGVO wird von Firmen unter anderem verlangt, dass private Daten stärker geschützt und fristgerecht gelöscht werden, sowie Datenpannen gemeldet werden.
Jedoch ist es immer noch schwer für Unternehmen mit dem Leitfaden umzugehen, da die Vorgaben zu individuell gestrickt und in manchen Bereichen nicht richtig geklärt sind. Die EU-Kommission stellt für Mitte Juni eine erste umfassende Evaluierung der Vorschriften in Aussicht.

Besserer Überblick über die eigenen Daten
Das Datenschutzniveau innerhalb Deutschlands ist seit der Veröffentlichung der Verordnung rasant angestiegen und macht das Land zu einem Vorreiter mit Vorbilds Funktion. Natürliche Personen haben einen klar verbesserten Überblick über den Umgang ihrer Daten. Unternehmen, welche sich an die Grundzüge der DSGVO halten, vermitteln ein deutlich positiveres und transparenteres Bild von sich. Bewusst mit fremden Daten umgehen, als wären es die eigenen – dieser Leitsatz stellt den Grundpfeiler der erfolgreichen Umsetzung der Reglung dar.

Unsicherheiten sorgen für Verstöße
Seit Mai 2018 gab es mehr als 21.000 Vorfälle hierzulande. Jedoch dürfte die Dunkelzahl höher sein, da der Meldepflicht vermutlich nicht jeder nachkommt. Oftmals sind sich Firmen unsicher, wie sie mit Pannen umgehen sollen. Auch ist nicht immer klar, wie die Vorgaben praktisch umgesetzt werden sollen, oder die Unsicherheit bei möglichen Strafen schreckt ab. Als IT-Systemhaus haben wir versucht diesen Unsicherheiten durch kompetente Beratung entgegenzuwirken, denn deutlich wurde im Verlauf der DSGVO folgendes: Unsicherheiten treten häufig durch mangelndes Wissen und fehlender Beratung auf. Doch nicht nur Unternehmen sind von davon betroffen, unterschiedliche Handhabungen der einzelnen Bundesländer, sowie sich gegenseitig aufhebende Gerichtsurteile zeichnen fehlende Zusammenarbeit seitens der Behördenseite ab.

Ein Datenschutzbeauftragter hilft
Die DSGVO ist für einen praktischen Leitfaden zu individuell gestrickt. Sie bietet dennoch einen guten Kerngedanken, welche mit Unterstützung einen großen Schritt in die richtige Richtung vorgibt. Hier ist Dokumentation ein wichtiges Stichwort, denn jeglicher Prozess, in welchem personenbezogene Daten verarbeitet werden, sollte dokumentiert werden. Empfehlenswert ist es seiner Informationspflicht nachzukommen, indem Sie dem Kunden die Möglichkeit bieten bereits vor Beginn der Verarbeitung einzusehen, welche seiner Daten verarbeitet werden. Werden nur Daten verarbeitet, welche für einen bestimmten Zweck notwendig sind, wird hierbei zeitgleich Kapazität eingespart. Eine hohe Priorität sollte die Vermeidung von Datenschutzpannen haben, denn diese werden trotz Corona weiterhin geahndet. Je aufwendiger ein Versuch eine Panne im Vorfeld zu vermeiden gestaltet ist, desto nachsichtiger zeigen sich die Behörden.
Auch wenn kein Datenschutzbeauftragter gefordert ist, ist es nicht ratsam auf einen zu verzichten. Er unterstützt Sie in jeglichen Datenschutzthemen und bietet Aufklärung sowie Hilfe, welche in den zwei Jahren seit Bestehen der DSGVO mehrere Unternehmen vor Verstößen bewahrt hätte.

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