Hackerangriff auf das Datennetz der Bundesverwaltung (IVBB)

Eindrang in das als besonders sicher geltende Regierungsnetz.

 

Donnerstag, der 01. März 2018|Informationssicherheit|

Auch das sicherste Datennetz kann gehackt werden!

Hackerangriff auf das Datennetz der Bundesverwaltung (IVBB)

Das als besonders sicher geltende Datennetz der Bundesverwaltung – Informationsverbund Berlin-Bonn – ist im Jahr 2017 von mutmaßlich russischen Hackern der APT28-Gruppe (Advanced Persistent Threat, deutsch: Fortgeschrittene andauernde Bedrohung) gehackt worden: Gezieltes Einschleusen von Schadsoftware im Netz des Außen- und Verteidigungsministeriums fiel deutschen Sicherheitsbehörden im Dezember 2017 auf, nachdem womöglich das ganze Jahr schon Angriffe stattfanden. Die Kommunikationsplattform Berlin-Bonn wird vom Bundeskanzleramt, Bundesministerien und dem Bundesgerichtshof genutzt, und ist von öffentlichen Netzen getrennt.

Ein Super-Gau ist nicht auszuschließen
Über die Tiefe des Angriffs liegen noch keine genauen Informationen vor; sollte das gesamte Datennetz des Bundes betroffen sein, wäre dies lt. IT-Sicherheitsexperten der größte anzunehmende Unfall, kurz Gau: „An dem Vorfall wird mit hoher Priorität und erheblichen Ressourcen gearbeitet.“ erklärte Johannes Dimroth, Ministeriumsprecher, am 28.02. in Berlin.

Bis zu 20 Angriffe pro Woche auf das IVBB-Netz
Bundestagsabgeordnete und ihre Mitarbeiter nutzen Mobilgeräte, die nicht zentral verwaltet werden: Eine von vielen Sicherheitsmaßnahmen, die zur Angriffspräventation vorgenommen wurden. Trotz der erhöhten Schwierigkeit ist das IVBB-Netz oft Ziel eines gezielten Angriffs: Bis zu 20 Angriffe pro Woche werden registriert, sowohl nachrichtendienstlich als auch Headhunting durch russische Spione.

Handelt es sich bei den Hackern um Serientäter?
Im Mai 2015 war der Bundestag Ziel eines Hackangriffs nach ähnlicher Methode, die ebenfalls auf APT28 zurückzuführen ist: Die Angreifer verschafften sich Zugänge zu den Bundestags-Rechnern, welches ein Austausch der gesamten IT als Konsequenz mit sich trug: Die Vermutung einer Wahlmanipulation durch Leaks aus vertraulichen Daten blieb aus.

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Quelle: heise.de

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