Windows 7 wird trotz ausgelaufenem Support weiter genutzt

Vier Millionen PCs in Deutschland nutzen noch Windows 7

 

Montag, der 25. Januar 2021|Informationssicherheit, Software|

Windows 7 wird trotz ausgelaufenem Support weiter genutzt

Vier Millionen PCs in Deutschland nutzen noch Windows 7
Vier Millionen PCs in Deutschland nutzen noch Windows 7

Auch nach über einem Jahr seit dem Auslaufen des Supports von Windows 7 schaffen es einige Unternehmen weiterhin nicht, sich von dem veralteten und somit unsicheren Betriebssystem zu trennen.

„Eine Schwachstelle, und der Computer sei offen wie ein Scheunentor“

Laut Hochrechnungen von Statcounter laufen weltweit noch 18 Prozent aller Windows Computer auf Windows 7. Inzwischen weist das Betriebssystem große Sicherheitslücken auf, doch diese werden von vielen Nutzern unterschätzt. Es genüge laut Thomas Uhlemann (Security Spezialiser der Sicherheitsfirma ESET) bereits eine Schwachstelle und der Computer sei offen wie ein Scheunentor. In Untergrundforen würden Informationen über Sicherheitslücken rasant verbreitet und für eine Vielzahl von Angriffsszenarien verwendet.

Vier Millionen PCs in Deutschland nutzen noch Windows 7

In Deutschland beläuft sich die Anzahl von unsicheren PCs, welche auf Windows 7 laufen auf gut vier Millionen. Bezieht man weitere unsichere Windows Versionen wie Vista, XP und Windows 8 mit ein, addiert sich die Gesamtzahl auf 5,3 Millionen Geräte, welche besonders anfällig für Angriffe sind.

Unter den Betroffenen der Gefährdeten befindet sich unter anderem die Berliner Stadtverwaltung, welche es nicht rechtzeitig geschafft hat auf ein sicheres Betriebssystem umzusteigen. Anfang 2020 waren bislang nur knappe 82 Prozent der Arbeitsplätze auf Windows 10 umgestellt worden. Durch das Versäumen musste sich eine Supportverlängerung bei Microsoft erkauft werden, welche laut Schätzungen von Experten bis zu 50 Euro pro Jahr kostet – somit kostete die Verzögerung einen höheren sechsstelligen Betrag.

Die veralteten Rechner konnten jedoch nicht planungsgemäß bis Ende 2020 umgestellt werden. Grund dafür sind bestimmte Programme, welche ebenfalls veraltet sind und unter Windows 10 nicht mehr laufen würden. Die Senatsverwaltung für Inneres teile mit, dass 2020 rund 10.000 Rechner umgestellt worden seien und in absehbarer Zeit kein Arbeitsplatzcomputer im Berliner Landbesitz mehr unter Windows 7 laufen würde. Die Berliner Landesverwaltung wurde inzwischen mehrfach Ziel von Hackerangriffen. So war auch das Kammergericht Berlin sowie Computer an der Humboldt-Universität von Trojanern infiziert.

In den vergangenen Jahren wurden immer mehr Sicherheitslücken in Windows 7 entdeckt. Während Unternehmen und Organisationen immer noch kostenpflichtige Updates bei Microsoft erwerben können, haben Privatanwender keinen Zugang mehr zu Sicherheitsupdates. Sollte es zu einem Schadensfall kommen, können Banken einen Ersatzanspruch ablehnen, da der Kunde fahrlässig seine Pflichten vernachlässigt hat. Ein modernes Betriebssystem auf dem neusten Stand gehöre laut Uhlemann zur Sorgfaltspflicht, ebenso wie der Einsatz einer modernen Sicherheitslösung oder ein aktueller Browser.

Quelle: it-business.de

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